Aktuell

Die aktuell laufenden und geplanten Projekte finden Sie hier und unter „Projekte“

Ankündigung:

Die Mitgliederversammlung 2026 findet am Mittwoch, den 01.07.2026 statt. Beginn um 19:00 Uhr im Pfarrsaal des Pfarrzentrums Überlingen.

Sie sind herzlich dazu eingeladen. Bitte merken Sie sich den Termin vor.

Die letzten Ergänzungen dieser Webseite waren am 03.04.26 (aktuell)

Der Münsterbauverein freut sich über die Sonderausstellung:

„Das Überlinger Münster. Vom Mittelalter bis heute“

im städtischen Museum vom 1.April bis 12.Dezember 2026

(ÖZ: Di-Sa 9:00 – 12:30 Uhr und 14:00 – 17:00; April – Oktober auch Sonn- und Feiertags von 10:00 – 15:00 Uhr)

Sie werden dort Bekanntes und Neues über unser Münster erfahren und entdecken.

 

Vorstellung: Neues Fenster im Münster

Das Überlinger Münster soll im Bereich der Kreuz-Altar-Kapelle oder auch Antoniuskapelle genannt, ein neues, zeitgenössisches, Glasfenster von einem namhaften Künstler erhalten.

Lesen sie hier die Erläuterung von Pfarrer Walter:  

2026 Das Jubiläumsfenster von Roy Mordechay Artikel Pfarrer Walter 

Roy Mordechay hat in verschiedenen Institutionen ausgestellt, darunter die Kunststiftung Sachsen-Anhalt, Halle;das MuseumKunstpalast,Düsseldorf; KAI 10 Arthena Foundation, Düsseldorf; der Kunstverein MMIII, Mönchenglad-bach; das Tel Aviv Museum of Art; das Israel Museum, Jerusalem; Nir Altman, München; Plus-One Gallery, Antwerpen ; Van der Grinten Galerie, Köln; Maya Gallery, Tel Aviv; José DelafuenteGallery, Spanien; sowie das CCA, Tel Aviv.

Er erhielt Auszeichnungen und Förderungen von Institutionen wie der Stiftung Kunstfonds, Deutschland; als Gewinner des Kunstwettbewerbs für ein permanentes Kunstwerk im Haus Lebenstein, der ehemaligen Landsynagoge in Epe; dem Pais Grant Israel Latten Councilfor Culture and Art; dem Israel Young Artist Prize des israelischen Ministeriums für Kultur; sowie dem Lepsien Art FoundationGrant, Düsseldorf.

Er wurde als einer von vier Finalisten des Internationalen Kunstwettbewerbs im Kölner Dom ausgewählt.

Werke von Mordechaybefinden sich inöffentlichen undprivaten Sammlungen, darunter das MuseumKunstpalast,Düsseldorf; dieSammlungzeitgenössischer Kunstder BundesrepublikDeutschland; das Petach Tikva Museum, Israel;sowie die Philara Sammlung, Düsseldorf.

Der Künster erklärt sich:

Im Zentrum der Konzeption des neuen Fensters im Münster St. Nikolaus steht die Figur des Heiligen Antonius von Padua, der als Schutzpatron der verlorenen Dinge zu den bis heute am intensivsten verehrten Heiligen zählt. Viele Gläubige besuchen die Seitenkapelle,für die das neue Fenster vorgesehen ist, um ihn um Beistand beim Wiederfinden von Verlorenen zu bitten oder ihm für seine Hilfe zu danken.Über diese alltagspraktische Dimension hinaus steht das Verhältnis von Verlieren und Wiederfinden zugleich für eine existentielle Grunderfahrung nicht nur unserer Gegenwart im Angesicht tiefgreifender Verluste.

Auch die Geschichte des Münsters erzählt von Verlusten, von Verdrängtem, Vergessenem und schließlich doch Wiedergefundenem: So wurden bei Ausgrabungen im Jahr 1912 im Fundament des Münsters Fragmente jüdischer Grabsteine entdeckt, die nach der Schändung des jüdischen Friedhofs im Zuge der Pogrome im 14. Jahrhundert als Baumaterial zweckentfremdet worden waren und die nun im städtischen Museum wieder öffentlich sichtbar sind. Die verlorenen und wiedergefundenen Fragmente zeugen ebenso vom schmerzhaften Verlust wie von der heilsamen Möglichkeit eines neuen Erinnerns.

Im Jüngsten Gericht, wie es Jacob Carl Stauder in seinem Wandbild fasst, ist es ebenfalls ein zentraler Gedanke, dass alles, auch das in der Welt Verborgene, Verlorene und Vergessene, ans Licht kommt und zur Grundlage für das Urteil des Weltenrichters wird. Zu einer zentralenReferenz für die Gestaltung des Fensters wird aber gerade nicht das Thema des Gerichts selbst, sondern ein spezifischer Aspekt die Fülle der expressiven Handgesten, die zeigend, berührend, bittend, haltend, drohend, verhüllend oder enthüllend — ein existentielles Panorama zeichnen in einem emotionalen und moralischen Spannungsfeld zwischen Gut und Böse, Verdammung und Erlösung oder: zwischenVerlieren und Wiederfinden.

Die Figur des Heiligen Antonius, die Fragmente jüdischer Grabsteine und die Gesten aus Stauders Wandmalerei bilden das konzeptuelle Dreieckdes Entwurfs, der die Korrespondenz dieser Funde zum Ausgangspunkt einer Reflexion auf das Verhältnis von Verlieren und Finden, von unwiederbringlichem Verlust und Heilung, von Vergessen und Erinnern, von Fragment und Geste macht.

Farbe, Licht, Reliefs

Für die farbliche Gestaltung des Fensters ist ein horizontaler Farbverlauf vorgesehen, der von einem kräftigen Rosa- Rot im unteren Bereich nachoben in ein tiefes Blau übergeht. Inspiriert ist dieser Farbklang von Stauders Jüngstem Gericht, insbesondere von den dargestellten Stoffen.

Der Farbverlauf löst sich bewusst von dem klar durch Bleiruten umrissenen Aufbau der bestehenden Fenster und fügt sich zugleich indie horizontale Anordnung der sechs Fensteröffnungen im Seitenschiff ein. Er eröffnet eine diffuse Räumlichkeit, die in derhorizontalen Struktur als abstrahierte Landschaft wahrgenommen werden kann.

Auf der Glasfläche schwebt eine Komposition aus acht Reliefs, die wie Fragmente ein es größeren, undefinierten Ganzen erscheinen. Sie finden eine Korrespondenz in der Vielzahl von Reliefarbeiten im Münst er sowie insgesamt der reichen Holzschnitzkunst, vor allemdem Hochaltar von Jörg Zürn. Zugleich durchbricht ihre freie Anordnung auf der Fensterfläche bewusst die strenge formale Struktur der gotischen Architektur sowie die narrative Logik traditioneller Bleiglasfenster. Stattdessen bleibt die Bedeutung offen sieentsteht im individuellen Akt der Betrachtung und Interpretation.

Die Formen der Reliefs nehmen teilweise Bezug auf die jüdischen Grabsteine und integrieren ausgewählte Gesten aus StaudersJüngstem Gericht sowie Elemente, die von hebräischen Buchstabenformen und den fließenden Linien des Bodensees abgeleitet sind. So fungieren die Reliefs als Geste, die das Verlorene und Gefundene ins Licht hält und es, indem das Licht hindurchgelassenwird, sanfte farbige ,Schatten‘ in den Kirchenraum werfen lässt.

Material und Technik

Der horizontale Farbverlauf und die applizierten Glasreliefs haben einen komplexen mehrschichtigen Aufbau des Fensters zur Folge, der gemeinsam mit Derix Glasstudios (Taunusstein) entwickelt und erprobt wurde. Dabei verbinden sich traditionelle Materialienund Handwerkskunst mit zeitgenössischen Techniken. Für die farbliche Gestaltung wird mit der Verwendung von Echt-Antikglas inGoldrosa und Blau sowie aufgetragenem Silbergelb auf Materialien zurückgegriffen, die sich in traditionellen Bleiverglasungen, wie in den Chorfenstern des Münsters, finden. Die applizierten Reliefs werden durch Heißverformung von Floatglas auf Grundlage handgefertigter Tonmodellen hergestellt.

Das Projekt setzt sich mit den historischen Schichten des Ortes und seiner Gemeinschaft auseinander — nicht als Denkmal, sondern als lebendiges Kunstwerk. Es verwandelt historische Spuren in Material und Licht und öffnet damit einen Raum für Andacht, Reflexion und Dialog. Durch diesen Akt wird die verborgene historische Schicht nicht bloß erinnert, sondern als Berührung durch ein neues Licht im Hier und Jetzt der Kirche emotional erfahrbar: eine Geste der Offenheit, eine Hand, dieeinen Vorhang hebt, damit das Licht hineinfindet, durch Verlorenes und Gefundenes hindurch eine Geste des Findens.

Das neue Fenster wird finanziert durch eine sehr großzüge Spende von Donat Stuckenbrock aus Überlingen, aus den Erlösen einer privaten Stiftung und nicht zuletzt durch den Münsterbauverein Überlingen e.V.

Glockenstuhl

Es ist eines der wenigen kompletten Geläute, das der Einschmelzwut während der Nazizeit entkam und ist daher nicht nur durch seinen wunderbaren Klang historisch wertvoll.

Dem Gutachten der Hochschule Kempten folgend, sollen alle Glocken um 90`gedreht werden, um deren Verschleiß zu reduzieren.

Es soll die Elektrik erneuert und der Glockenstuhl teilweise restauriert und zimmermannsmäßig überarbeitet werden, damit das Geläut noch lange seinen wunderbaren Klang verbreiten kann.

 

Lesen Sie dazu den detailierten Bericht von Herrn Bernd Kuhn vom 03.09.2025

2025 Renovierung des Geläutes von B.Kuhn

 

 

Neue Beleuchtung im Münster erforderlich

Die Aufgaben gehen nicht aus und so steht bereits das nächste Projekt an, das es zu finanzieren gilt.

Die Beleuchtung im Münster, die vor ca. 20 Jahren eingebaut wurde und sich harmonisch ins Münster einfügt, muss erneuert werden, da es für die jetzigen  Leuchten keine Leuchtmittel mehr gibt.

Nach langem Suchen konnten wir den Hersteller der jetzigen Leuchten ausfindig machen und zu unserer großen Freude haben wir erfahren, dass er die gleichen Lampen, nur ein wenig länger und passend für LED Leuchtmittel, herstellt.

Eine Lampe kostet 3.000,00 € ohne Montage und wir brauchen 20 Stück.

Der Elektriker muss auf den Dachböden des Münsters die Elektrik entsprechend anpassen, teilweise müssen neue Leitungen gelegt werden usw. Wir rechnen derzeit mit Kosten in Höhe von ca. 100.000,00 €.

Unser Pfarrer Bernd Walter hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, evtl. eine Patenschaft für eine Lampe zu übernehmen, so wie das auch schon  vor 20 Jahren gemacht wurde. Auch Teilpatenschaften sind natürlich herzlich willkommen. Falls Sie sich beteiligen wollen, gerne eine entsprechende Spende auf das Konto des Münsterbauverein mit dem Verwendungszweck: Neue Lampen Münster. IBAN: 6905 0001 0001 0140 83

Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.

Trotzdem wird auch der Münsterbauverein wieder gefordert sein und wir werden bei dieser Aufgabe die Münstergemeinde unterstützen und sie nicht alleine lassen.

Bernd Kuhn

Beleuchtung im Münsterinnenraum